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B
 

Balkon
Nach aktueller Rechtsprechung ist die Bewertung des Wohnwerts von Balkonen je nach Himmelsrichtung und Nutzbarkeit vorzunehmen. Die Fläche des Balkons ist nicht bei der Wohnfläche zu berücksichtigen bei Nordlage und Nähe zu einer Verkehrsstraße.

Bauabnahme (öffentlich)
Behördliche Abnahme von Bauleistungen. Die Schlußabnahme ist eine Bescheinigung darüber, daß die öffentlich-rechtlichen Vorschriften bauseits erfüllt sind. Nach der Schluß- beziehungsweise Gebrauchsabnahme ist ein Gebäude zum Bezug freigegeben.

Baubeschreibung
Es werden unter anderem die am Bau verwendeten Materialien, Bauweise und die Ausstattung beschrieben.

Baugenehmigung
Bevor mit einem Bau begonnen werden kann, muß das jeweilige Vorhaben genehmigt beziehungsweise genehmigungsfähig sein. Die Baugenehmigung wird von der Kreisverwaltungs- oder Baurechtsbehörde erteilt. Hierfür muß das Vorhaben den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen. Die Genehmigung/Freigabeschein muß auf der Baustelle deutlich sichtbar ausgehängt werden.

Bauherrengemeinschaft
Zusammenschluß von mehreren Personen in einer BGB-Gesellschaft mit dem Zweck des Erwerbes/Betriebes eines Wohn- oder Geschäftshauses. Im Gegensatz zu einer Eigentümergemeinschaft nach WEG wird keinem der Bauherren eine bestimmte Wohnung/Fläche zugeordnet, sondern ein Anteil des gesellschaftlichen Gesamtvermögens. Dies bedeutet unter anderem ein relativ hohes Risiko im Insolvenz- bzw. Konkursfall.

Baukosten
Derjenige Teil der Gesamtkosten, der auf die Errichtung des Gebäudes (Rohbau und Ausbau) entfällt (ohne Erschließung und Baunebenkosten = reine Baukosten).

Baulasten
Eine Baulast ist eine freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtung. Im Wege einer Baulast können Grundstückseigentümer durch Erklärung gegenüber der Bauaufsichtsbehörde öffentlich-rechtliche Verpflichtungen zu einem ihre Grundstücke betreffenden Tun, Dulden oder Unterlassen übernehmen. Solche öffentliche-rechtlichen Baulasten sind auch gegenüber dem Rechtsnachfolger des Grundstückes wirksam.
Sinn einer Baulast ist es, der Baubehörde die Genehmigung eines Bauvorhabens zu ermöglichen, das nach den allgemeinen Vorschriften des Baurechts nicht genehmigungsfähig wäre. Beispielsweise bei Fehlen einer Möglichkeit zur Erschließung mit Wasser bzw. Abwasser, Strom und Gas etc. kann ein benachbarter Eigentümer sich verpflichten, über sein Grundstück die Erschließung durchführen zu lassen und somit die Bebauung auf dem Nachbargrundstück ermöglichen.
Diese freiwillig vom Eigentümer eingegangene Beschränkung der Nutzung seines Grundstücks wird in das Baulastenverzeichnis eingetragen.

Bauspardarlehen
Annuitätendarlehen, auf das der Bausparer erst nach der Zuteilung des Bausparvertrages einen Anspruch hat. Die Höhe des Darlehens ergibt sich in der Regel aus der Differenz zwischen Ansparleistung und Bausparsumme. Zum Teil besteht jedoch auch ein garantierter Anspruch in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Bausparsumme.

Bauspartarife
Der jeweilige Tarif regelt vor allem die Höhe der monatlichen Spar- und Tilgungsbeiträge sowie die Höhe der Zinsen auf Bauspareinlagen und Bauspardarlehen. Im wesentlichen wird zwischen Standardtarif, Kurzzeit- oder Schnelltarif, Langzeittarif und Optionstarif unterschieden.

Bebauungsplan
Bei diesem handelt es sich -im Gegensatz zum Flächennutzungsplan- um einen rechtsverbindlichen Bauleitplan. Solche Pläne dienen der städtebaulichen Entwicklung, und müssen sich nach den sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Bevölkerung richten (Wohnbedürfnisse, Eigentumsbildung, Belange der Wirtschaft etc.). Planungsträger sind die Städte und Gemeinden. Unterschieden wird nach qualifizierten Plänen (das heißt, im Plan müssen nach § 30 Baugesetzbuch mindestens enthalten sein: Festsetzungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung, die überbaubaren Grundstücks- sowie die Verkehrsflächen), und nicht qualifizierten Plänen, also solchen, die vorstehenden Anforderungen nicht genügen. In letzterem Fall sind die Festsetzungen des Planes gleichwohl maßgeblich, jedoch richten sich nicht näher bestimmte Details nach § 34 BauGB.

Beleihungsgrenze
Wert, bis zu dem das Grundstück mit Grundpfandrechten belastet werden darf. Sie darf 3/5 = 60% des Beleihungswertes nicht übersteigen.

Beleihungswert
Zwar arbeiten die Kreditinstitute je nach Aufgabenstellung mit unterschiedlichen Richtlinien und Vorschriften für die Beleihung von Gründstücken. Die Definition des Beleihungswerts ist jedoch praktisch gleich:
Beleihungswert ist der Wert, der dem Grundstück unter Berücksichtigung aller für die Bewertung maßgebenden Umstände von der Bank beigemessen wird.
Gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 4 Kreditwesengesetz i.V.m. §11 Abs. 2 und 12 Hypothekenbankgesetz darf der Beleihungswert in keinem Fall den durch sorgfältige Ermittlung festgesetzten Verkehrswert übersteigen.

Bemessungsgrundlage
Für die steuerliche Berücksichtigung von Herstellungs- und Anschaffungskosten von Wohneigentum gelten Höchstgrenzen.

Bereitstellungszinsen
Solche Zinsen berechnen viele Kreditinstitute für den Teil des Kredites, der nach der Darlehenszusage nicht sofort vom Darlehensnehmer abgerufen wird bzw. werden kann. Die Zinsen betragen meist 0,25 % pro Monat und werden je nach Geldgeber entweder sofort ab dem Zeitpunkt der Darlehenszusage oder nach Ablauf einer Frist berechnet, die in der Regel zwischen ein und zwölf Monaten liegt. Bereitstellungszinsen fallen vor allem im Zusammenhang mit Bauvorhaben an, da hier die Auszahlung der Darlehenssumme in bestimmten Raten nach Baufortschritt erfolgt.

Betriebskosten
Kostenanteile, die der Mieter neben der eigentlichen Kaltmiete/Nettomiete an den Vermieter entrichtet. Diesbezügliche Kosten, die der Vermieter auf den Mieter umlegen kann, sind in Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung festgelegt.

Bewertungszahl
Bausparkassen bewerten zu Stichtagen die Sparleistung jedes Kunden nach der Formel Geld mal Zeit. Für die Zuteilung von Bauspardarlehen gelten kassenspezifische Zielbewertungszahlen. Erst wenn der Sparer die notwendige Bewertungszahl erreicht hat und die vorgeschriebene Mindestansparsumme eingezahlt wurde, kann das Darlehen zugeteilt werden.

Bindungsfrist
Zeitraum von sieben Jahren, während dessen Bausparmittel nur für wohnungswirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden dürfen. Die staatliche Wohnungsbauprämie wird nach Ablauf der Bindungsfrist den Bausparkonten gutgeschrieben.

Bodenrichtwert
Grundstückspreis, der in den Gemeinden jährlich durch Gutachterausschüsse auf der Grundlage von Verkaufspreisen ermittelt wird. Sie werden veröffentlicht und sind bei den Verwaltungen erhältlich.

Buchwert
Zum Buchwert sind Wirtschaftsgüter in den Handels- und Steuerbilanzen aufgeführt. Obergrenzen für den Buchwert sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, als Untergrenze bei abnutzbaren Gütern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemindert um die Absetzung für Abnutzung (=Abschreibungen) zu beachten.
Auf Liegenschaften übertragen bedeutet dies, daß der Boden im Regelfall zum Anschaffungspreis in der Bilanz aufzuführen ist, Gebäude hingegen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemindert um die vorgenommenen Abschreibungen. Da Grundstücke im Regelfall - abweichend von den meisten anderen betrieblichen Gütern - an Wert zunehmen, beträgt der Buchwert nur einen Bruchteil des Verkehrswertes.
Buchwert und Verkehrswert stehen in keinem festen Verhältnis! In welchem Verhältnis Buchwert und Verkehrswert stehen, ist für jeden Einzelfall gesondert zu ermitteln. Daraus folgt, daß der Buchwert für die Zwecke der Wertmittlung im Sinne einer marktpreisorientierten Betrachtung - von Ausnahmefällen abgesehen - ungeeignet ist.

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