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Effektivzins
Die gemäß § 4 Preisangabenverordnung als Preis eines Kredites anzugebende Gesamtbelastung pro Jahr, ausgedrückt in einem Prozentsatz. Die Bezeichnung erfolgt als ,,effektiver Jahreszins" oder, wenn die Konditionen nicht von vornherein für die Gesamtlaufzeit feststehen, als ,,anfänglicher effektiver Jahreszins". Als Vergleichsmaßstab für unterschiedliche Darlehensangebote besitzt der Effektivzins allerdings heute nur noch eine eingeschränkte Aussagekraft, da neben den gemäß der Preisangabenverordnung zu erfassenden Preisbestandteilen (Nominalzins, Zinsbindungsfrist, Disagio, Bearbeitungsgebühr, Tilgungssatz, Zeitpunkt der Zahlung und Verrechnung von Zins- und Tilgungsleistungen, Vermittlungsprovisionen) von den Kreditinstituten eine Reihe von Nebenkosten, wie z. B. Bereitstellungszinsen, Schätzkosten und Kontoführungsgebühren, erhoben werden, die nicht in die Berechnung des Effektivzinses einfließen.

Eigenbedarfskündigung
Eigenbedarf ist eine vom Gesetzgeber vorgesehene Möglichkeit, Mietverhältnisse durch ordentliche Kündigung zu beendigen. Gründe für Eigenbedarf des Vermieters können beispielsweise sein: Heirat und damit verbundene persönliche Veränderung (gilt aber auch bei nichtehelichen, auf Dauer ausgerichteten Lebensgemeinschaften), Familienzuwachs, Aufnahme von Pflegepersonal, Verlegung des Arbeitsplatzes, Kündigung anderer Mieträume, sowie eine bevorstehende Trennung/Scheidung.

Eigenleistung
Alle mit einem Bauvorhaben zusammenhängenden Arbeiten, die der Bauherr nicht von einem Gewerbeunternehmer ausführen läßt, sondern selbst übernimmt (häufig mit Hilfe von Angehörigen/Bekannten; sogenannte "Muskelhypothek").

Eigenmittel
Eigenmittel -auch als Eigenkapital bezeichnet- sind angesparte oder ererbte Gelder/Vermögenswerte, die ausschließlich für die Finanzierung einer Immobilie zur Verfügung stehen (also nicht für den Lebensunterhalt oder sonstige Anschaffungen benötigt werden). Für eine solide Immobilienfinanzierung müssen je nach Objekt grundsätzlich Eigenmittel von etwa 30 bis 40 Prozent des Kaufpreises -inklusive Nebenkosten- vorhanden sein.

Eigentümergemeinschaft
Dem Wohnungseigentumsgesetz unterliegender Zusammenschluß aller Eigentümer eines Immobilienobjektes. Eine solche Gemeinschaft ist -von wenigen Ausnahmen abgesehen- unauflöslich und kann nur von einem bestellten Verwalter vertreten werden. Sämtliche Entscheidungen, welche die Eigentümergemeinschaft betreffen, werden in entsprechenden Personenversammlungen beschlossen.

Einheitswert
Im Rahmen eines besonderen Verfahrens vom Finanzamt für Grundstücke festgestellter steuerlicher Richtwert, der in der Regel im Rahmen des sogenannten Ertragswertverfahrens ermittelt wird. Der Einheitswert dient als Bemessungsgrundlage für Grund-, Vermögen-, Erbschaft- und Schenkungssteuer. Je nach Art des Grundstücks beträgt der Einheitswert lediglich ca. 15 bis 40 % des Verkehrswertes.

Endfällige Tilgung
Form des Darlehens, bei dem während der Laufzeit nur Zinsen, jedoch keine Tilgungszahlungen geleistet werden. Darlehen mit einer endfälligen Tilgung. werden am Ende mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag auf einen Schlag abgelöst.

Erbbaurecht
 Das Erbbaurecht ist das veräußerliche und vererbbare Recht, auf oder unter einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.
 Der Erbbauberechtigte ist Eigentümer des Erbbaurechtes, aber nicht des Grundstückes, auf dem das Erbbaurecht eingetragen worden ist. Das auf dem mit Erbbaurecht errichtete Gebäude ist Bestandteil des Erbbaurechts - nicht des Grundstücks.
 Der Erbbauberechtigte kann hierüber wie ein Eigentümer verfügen, solange das Erbbaurecht besteht.

Erbbauzins
Jährlich wiederkehrende, auf die Dauer von meist 99 Jahren zwischen Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigten vereinbarte Zahlung für das Erbbaurecht auf einem Grundstück. Sie wird im Grundbuch eingetragen. Der Erbbauberechtigte kann das Grundstück beleihen. Oftmals ist der Erwerb eines Erbbaurechts günstiger als ein Grundstückskauf. Der jährliche Erbbauzins beträgt üblicherweise 4 % des Bodenwertes.

Erhaltungsaufwendungen
Kosten für die laufende Instandhaltung und Instandsetzung eines Gebäudes

Erschließungsbeiträge
Diese werden von den Gemeinden erhoben und dienen der Deckung des finanziellen Aufwandes für öffentliche Straßen/Wege, Grünflächen sowie Versorgungsleitungen (Elektrizität, Gas, Wasser/Abwasser etc.) eines zu bebauenden oder umzuplanenden Gebietes. Die Höhe der Erschließungsbeiträge wird von der Gemeinde durch Satzung bestimmt, und muß vom jeweiligen Grundstückseigentümer entrichtet werden. Rechtsansprüche des Eigentümers auf Erschließung eines bestimmten Grundstückes bestehten jedoch nicht.

Ertragswert
Wert eines Gebäudes, der durch Kapitalisierung des Ertrages (Jahresnettomiete minus Bewirtschaftungskosten) ermittelt wird.

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