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G
 

Gartenpflege
Umlagefähige Nebenkosten nach Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung. Angerechnet werden können unter anderem: Gärtnerische Pflege der Anlage, Kosten der Erneuerung von Pflanzen und Hölzern, Unterhalt der Zugänge/Zufahrten/Plätze, welche nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmt sind, sowie Kosten des Winterdienstes.

Gebäudeversicherung
An Versicherungskosten können auf die Mieter umgelegt werden: Brandversicherung, Wohngebäude-Sachversicherung (Schäden an/durch Wasser, Hagel, Glas, Sturm, Aufzug, Öltank) und die Haftpflichtversicherung.

Gemeiner Wert
 Der Begriff des Gemeinen Wert entstammt dem Steuerrecht. Der gemeine Wert wird im Bewertungsgesetz definiert:
 Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre.  Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen.  Die Begriffe "Gemeiner Wert" und der "Verkehrswert" führen trotz der unterschiedlichen Definition im Ergebnis zu identischen Werten.

Gemeinschaftseigentum
Form von Wohnungseigentum, das der Käufer einer Eigentumswohnung automatisch mit erwirbt. Zum Gemeinschaftseigentum gehört alles, was nicht zum Sondereigentum erklärt wurde oder Eigentum Dritter ist. Im wesentlichen handelt es sich um das Gebäude und seine Bestandteile sowie das Grundstück und Rücklagen. Bei Streitfragen gilt die Vermutung des Gemeinschaftseigentums so lange, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Gemeinschaftsordnung
Diese regelt das Verhältnis der Wohnungs- oder Teileigentümer untereinander, und ist für alle Beteiligten verbindlich.

Geschoßflächenzahl
Die Geschoßflächenzahl. gibt an, wieviel Quadratmeter Geschoßfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Dabei ist die Geschoßfläche die Summe der Flächen aller Vollgeschosse.

Grundbuch
Amtliches Register, das beim zuständigen Amtsgericht im ,,Grundbuchamt" geführt wird (Ausnahme Baden-Württemberg: Hier führen Notare das Grundbuch.) und die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks der Öffentlichkeit darlegt. Das Grundbuch gibt Auskunft darüber, wer Eigentümer eines Grundstücks ist und welche Lasten und Beschränkungen darauf ruhen. Grundpfandrechte, also vor allem Hypotheken und Grundschulden, die auf einem Grundstück lasten, werden in der sogenannten Abteilung III erfaßt. Da es sich beim Grundbuch um ein öffentliches Register handelt, kann jeder, der ein berechtigtes Interesse nachweist, in das Grundbuch Einsicht nehmen und beglaubigte Grundbuchabschriften verlangen.

Grundbucheintragung
Unter anderem wird durch diesen Vorgang der Käufer einer Immobilie deren rechtsgeschäftlicher Eigentümer.

Grunderwerbssteuer
Wird beansprucht, wenn Grundstücke erworben werden. Steuerschuldner sind die an dem Geschäftsvorgang beteiligten Personen (also Käufer und Verkäufer), wobei es jedoch üblich ist, daß der Käufer die Grunderwerbsteuer übernimmt. Ist der Kaufvertrag durch den Notar beurkundet, wird die Grunderwerbsteuer erhoben, deren Einzahlung durch Mitteilung des Finanzamtes (genannt Unbedenklichkeitsbescheinigung) bestätigt wird. Erst nach Eingang dieser Bescheinigung beim Notar kann die Eigentumsumschreibung vollzogen werden. Bei Schenkungen und Erbe fällt keine Grunderwerbsteuer an, je nach Fallgestaltung meist jedoch andere Belastungen (Schenkungs-/Erbschaftssteuer).

Grundflächenzahl
Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche eines Gebäudes je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind.

Grundschuld
Das heutzutage i.d.R. zur Sicherung von Baufinanzierungsdarlehen im Grundbuch eingetragene Grundpfandrecht. Im Gegensatz zur Hypothek muß der Grundschuld keine Forderung des Gläubigers zugrunde liegen - in der Praxis ist dies jedoch fast immer der Fall. Die Grundschuld bleibt auch bei fortschreitender Tilgung des Darlehens in voller Höhe bestehen. Nach Rückzahlung eines Darlehens kann sie, ohne eine Neueintragung vornehmen zu müssen, auch als Sicherheit für ein neues Darlehen verwendet werden. Aufgrund der einfacheren Handhabung hat die Grundschuld die Hypothek als Kreditsicherheit bei Baufinanzierungen fast völlig verdrängt.

Gutachterausschuss
In jeder Stadt oder Gemeinde eingerichtete amtliche Stelle, welche unter anderem für die Auswertung, Erstellung und Veröffentlichung von immobilienwirtschaftlichem Datenmaterial (Grundstückspreise, Liegenschaftszinssätze etc.) zuständig ist.

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