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V
 

Variabler Zins
Bei Vereinbarung eines variablen Zinssatzes kann das Kreditinstitut den Nominalzins des Darlehens jederzeit an die aktuelle Marktlage anpassen. Der Schuldner hat die Möglichkeit, den Darlehensvertrag unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Kündigungsfrist jederzeit aufzulösen.

Vergleichsmiete bzw. ortsübliche Miete
Aus dem örtlichen Mietspiegel zu entnehmen.

Vergleichswertverfahren
Möglichkeit zur Ermittlung des Verkehrswertes. Dabei werden zur Preisbildung die in der Vergangenheit erzielten Verkaufspreise ähnlicher Objekte herangezogen. Üblich ist das Vergleichswertverfahren. bei der Ermittlung der Bodenrichtwerte.

Verjährung
Mit der förmlichen Abnahme von Arbeiten an einem Bauwerk (Erklärung im Abnahmeprotokoll) beginnt die Verjährungsfrist hinsichtlich der Sachmängelhaftung des Unternehmers. Von Ausnahmen abgesehen dauert Frist nach § 638 Bürgerliches Gesetzbuch grundsätzlich fünf Jahre. Ist eine wirksame Vereinbarung nach VOB getroffen (§ 13 VOB, Teil B), beträgt die Frist zwei Jahre.

Verkehrswert (§194 BauGB)
Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Begutachtung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Der Verkehrswert wird nach dem Ertragswertverfahren, nach dem Sachwertverfahren oder nach dem Vergleichswertverfahren gebildet.

Vervielfältiger
Der Gebäudereinertrag ist mit einem Vervielfältiger zu multiplizieren, der sich aus dem - auch für die Bodenwertkapitalisierung gewählten - Liegenschaftszinssatz und der Restnutzungsdauer des Gebäudes ergibt. Wird z. B. für einen Neubau das zwanzigfache der jährlichen Nettomiete als Kaufpreis verlangt, liegt dem eine Verzinsung von 5 % zugrunde.

Verwalter
Dieser ist für eine Eigentümergemeinschaft nach WEG gesetzlich vorgeschrieben. Aufgaben und Pflichen des Verwalters sind dort geregelt (beispielsweise Einleitung von Instandhaltungsmaßnahmen, Buchung gemeinschaftlicher Gelder, Wohngeldabrechnung, Hausordnung etc.).

VOB
Abkürzung: Verdingungsordnung für Bauleistungen (bestehend den Teilen A, B und C). Teil A enthält "Allgemeine Bestimmungen zur Vergabe von Bauleistungen". Hier werden Grundsätze eines förmlichen Verfahren angegeben, nach welchem Bauleistungen von staatlich-öffentlichen Stellen zur Ausführung vergeben werden. Die beiden anderen Abschnitte enthalten "Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen" (Teil B) und "Allgemeine technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen" (Teil C). Letztere beiden stellen ein Regelwerk dar, in dem die nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch für den Werkvertrag geltenden Vorschriften abgeändert/ergänzt, und technische Maßgaben über die Beschreibung, Ausführung sowie Abrechnung einzelner Bauleistungen aufgestellt werden. Dieses kann auch einem Vertrag zwischen privaten Parteien zugrunde gelegt werden.

Vorfälligkeit
Will der Schuldner sein Darlehen schneller tilgen, als dies der Zahlungsplan vorsieht, muß er das Kreditinstitut für entgangene Zinsen entschädigen.

Vorkaufsrecht
Das Recht, in einen wirksam abgeschlossenen Kaufvertrag einzutreten. Bezieht sich dieses auf ein Grundstück/grundstücksgleiches Recht, besteht die Möglichkeit der Grundbucheintragung (dingliches Vorkaufsrecht). Gesetzliche Vorkaufsrechte zugunsten der Gemeinde dienen dazu, der öffentlichen Hand den Zugriff auf Grundstücke abzusichern, welche für bestimmte Zwecke -häufig wegen städtebaulicher Aspekte- verwendet werden sollen.

Vorkosten
Aufwendungen, die Bauherren oder Käufern von selbstgenutzten Immobilien nach der Anschaffung bzw. Fertigstellung und vor dem Einzug entstehen. Für Bauten mit Kauf- oder Fertigstellungsdatum nach dem 31.12.95 sind nur noch die Finanzierungskostenpauschale von 3500 Mark und Renovierungskosten bis 22.500 Mark steuerlich absetzbar.

Vorvertrag
Hiermit wird eine Verpflichtung zum späteren Abschluß eines Hauptvertrages begründet. Ein Vorvertrag über den Abschluß eines Grundstückskaufvertrages bedarf zwingend der notariellen Beurkundung nach § 313 Bürgerliches Gesetzbuch.

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