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W
 

WEG
Abkürzung: Wohnungseigentumsgesetz

Werbungskosten
Allgemein: Steuerlich abzugsfähige Aufwendungen zur Erzielung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Nach Abzug solcher Kosten verbleibende Beträge sind die Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Hinsichtlich der Einkunftsart "Vermietung und Verpachtung" sind beispielsweise als Werbungskosten anzusehen: Schuldzinsen, öffentliche Abgaben, Abschreibung und Erhaltungsaufwand.

Wertermittlungsstichtag
Das genaue Datum einer Taxierung. Jede Immobilienbewertung gründet sich auf die Verhältnisse an einem -meist durch Rahmenumstände- definierten Tag oder während eines bestimmten Zeitraumes.

Wert versus Preis
Die beiden Begriffe sind ihrer Bedeutung nach zu trennen:
Der Preis ist das Ergebnis einer Tauschaktion und kennzeichnet daher immer die Vorstellungen von Vertragsparteien über ein Grundstück. Er ist folglich von individuellen, subjektiven Vorstellungen geprägt. Im Gegensatz dazu ist der Wertbegriff intersubjektiv, das heißt der Wert entspricht den aggregierten Preisvorstellungen einer Gruppe von Marktteilnehmern. Daher gilt der Wert auch als objektivierter Preis.
  Zwischen Preis und Wert sind Abweichungen möglich und üblich. Der Bundesgerichtshof drückt dies wie folgt aus:
 Der Preis einer Sache muß ihrem Wert nicht entsprechen.
[BGH, Urteil vom 25. Oktober 1967, Az. VIII ZR 215/66]

Wintergarten
Sofern der Wintergarten ausreichend beheizbar und zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet ist, ist die Grundfläche nach der DIN 283 voll zur Wohnfläche anzurechnen. Ist dies nicht der Fall kann die Grundfläche lediglich mit 50% bei der Wohnfläche berücksichtigt werden. Nach der II. BV wird der Wintergarten dagegen grundsätzlich nur zur Hälfte gerechnet, wobei hier die Anforderungen des Bauordnungsrechts (§ 34 LBO BW: ausreichende Belüftung) erfüllt sein müssen.

Wirtschaftsplan
Wird nach dem Wohnungseigentumsgesetz durch den Verwalter erstellt. Wesentlicher Inhalt eines solchen Planes sind nach § 28 Abs.1 WEG: die voraussichtlichen Ausgaben und Einnahmen bei der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums, die anteilmäßige Verpflichtung der Eigentümer zur Lasten- und Kostentragung, sowie die Beitragsleistung der Eigentümer zur Instandhaltungsrückstellung.

Wohnfläche
Hierzu werden ausschließlich die Räume gerechnet, die zu Wohnzwecken nutzbar sind. Die Wohnfläche von Räumen mit Schrägen und Balkonen/Loggien etc. wird nach besonderen Schlüsseln berechnet. Regelwerke zur Emittlung sind die zweite Berechnungsverordnung (§§ 42 ff.) und die DIN 283. Keine Wohnräume sind beispielsweise: Abstellkeller, Waschküchen/Trockenräume und Garagen.

Wohnungsbauprämie
Staatliche Prämie auf die Spareinzahlungen beim Bausparen.

Wohnungseigentum
Sondereigentum an einer Wohnung in Verbindung zu dem Miteigentumsanteil an einem Gebäude/Grundstück. Einzelheiten sind im Wohnungseigentumsgesetz geregelt.

Wohnungsgrundbuch
Spezielles Grundbuchblatt, in welchem unter anderem aufgeführt sind: der entsprechende Miteigentumsanteil an dem Gebäude/Grundstück, das zugehörige Wohnungseigentum, sowie eventuell bestehende Sondernutzungsrechte (vgl. den vorhergehenden Eintrag).

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