qualitätssicherung
in der Immobilienbewertung

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Qualitätssicherung
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Bis heute gibt es weder eine eindeutige Definition des Begriffs des „Sachverständigen“ noch ein Berufsgesetz für Sachverständige. Wer sich als Sachverständiger betätigen will, braucht keine behördliche Zulassung und - ähnlich wie bei Maklern – keinen Nachweis seiner Fachkunde zu erbringen.

Um so mehr sollten die Auftraggeber darauf achten, einen Fachmann auszuwählen, der sich durch besondere und überdurchschnittliche Sachkunde auszeichnet. Der zunehmende Bewertungs- und Beratungsbedarf stellt höhere Anforderungen an die fachlichen Qualitäten von Grundstücksbewertern. Umfassende Kenntnisse der Basisdaten, der Immobilienteilmärkte, der multilateralen rechtlichen, steuerlichen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehören hier ebenso dazu wie die Anwendung internationaler Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.

Seit einigen Jahren dient die gemäß der DIN EN ISO / IEC 17024 durchgeführte Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle als international anerkannter Nachweis für die außergewöhnliche Fachkunde und Erfahrung von Immobilien- und Grundstücksbewertern. Ab 2006 werden drei Bewerterprofile entsprechend der Bestimmungen des Normativen Dokuments zertifiziert: der zertifizierte Immobilienbewerter, der zertifizierte Sachverständige und der für die Bewertung von Auslandsimmobilien zertifizierte Sachverständige.

Die zertifizierten unterscheiden sich von den durch die Kammern öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen durch ihre Verpflichtung zur jährlichen Weiterbildung; alle fünf Jahre werden sowohl die Qualität der Gutachten als auch der aktuelle Wissensstand durch so genannte Rezertifizierungen überprüft.

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung bescheinigt einem Sachverständigen, dass er auf einem bestimmten Fachgebiet besonders qualifiziert ist. Zudem sind öffentlich bestellte Sachverständige darauf vereidigt, unabhängig und unparteiisch zu handeln. Das bedeutet: Dritte, denen Gutachten üblicherweise vorgelegt werden, können sich auf die Ergebnisse verlassen. Ein solches neutrales Gutachten stärkt zugleich den Ruf und die Position des Auftraggebers: Er steht nicht im Verdacht, sich auf ein unvertretbares parteiisches Gutachten zu verlassen. Weil sie unabhängig und unparteiisch sind, werden öffentlich bestellte Sachverständige als Gerichtsgutachter bevorzugt beauftragt - so verlangen es die Prozessordnungen deutscher Gerichte.

 

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